Beginn
Di., 29.09.2026,
09:00 - 11:15 Uhr
Seit mehr als 60 Jahren ermittelt die Zentrale Stelle der Landesjustizverwaltungen in Ludwigsburg zu nationalsozialistischen Verbrechen. Noch immer werden Verfahren – derzeit vor allem gegen Wachpersonal in Konzentrationslagern und zuletzt auch in Kriegsgefangenenlagern – an die Staatsanwaltschaften abgegeben. 81 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkriegs wird die Strafverfolgung jedoch zunehmend schwieriger. Erster Staatsanwalt Michael Otte, stellvertretender Behördenleiter der Zentralen Stelle, gibt einen Einblick in die aktuelle Arbeit und spricht über die Herausforderungen von heute und morgen: Wie geht es mit den Ermittlungen weiter – und welche Fälle stehen aktuell im Fokus? Gibt es eine Schuld, die nicht vergeht – und was bedeutet das für unsere Erinnerungskultur? Was hat Deutschland, was hat das Ausland durch die Arbeit der Zentralen Stelle über den Umgang mit Verbrechen gegen die Menschlichkeit gelernt?